Aus Liebe zum Pferd

Über mich


Schon früh begann ich, mich für einen Umgang mit dem Pferd zu interessieren, bei dem es mehr um die Gesunderhaltung und nicht um den möglichst schnellen Erfolg auf Kosten des Pferdes geht.

Grund dafür war mein 1,83m großer Hannoveranerwallach Santorini. Als ehemaliger S-Springer kam er mit 12 Jahren zu mir. Aufgrund seiner Größe schnell zu großen Sprunghöhen gebracht, hatte er ständig andere Gebrechen (diverse Lahmheiten, Rückenschmerzen, chronische Atemwegserkrankungen, usw.) und war "sauer" geritten.

Durch ihn fing ich an, mich in alternativen Heilmethoden ,z.B. Homöopathie, weiterzubilden. Außerdem lernte ich mit Hilfe der Literatur von Monty Roberts und Pat Parelli, wie ich eine gewaltfreie aber konsequente Kommunikation im Umgang mit Pferden erreichen konnte. Santo war auch der Grund für meine Berufswahl zur Pferdewirtin.

 

Meine Ausbildung absolvierte ich von 2010-2013 auf dem Welsh Cob Gestüt Epona bei der Familie Tschoepke. Durch die dortige robuste Haltung der Pferde (Herdenhaltung; Sommer 24h Weide, Winter befestigter Offenstall) hatte ich das Glück, nicht nur zum Boxenmisten abgestellt zu werden, sondern die Pferde in ihrer natürlichen Verhaltensweise zu erleben und auch das Einreiten der Jungpferde nach Monty Roberts zu lernen.

So kam ich dann auch zu meinem zweiten Pferd, der damals fünfjährigen Welsh Cob Stute "Go". Sie war das erste Pferd, das ich allein ausbildete und kam als "unreitbar" zu uns. Bei ihr konnte ich das bisher Erlernte anwenden. Gleichzeitig brachte sie mir bei, wie ich meine Körpersprache zu jeder Zeit komplett kontrollieren muss, um ihr dadurch die nötige Sicherheit zu geben. Da Go sonst unsicher wurde und dies in panischen und vor allem kopflosen Reaktionen zeigte. Nachdem sie Vertrauen zu mir gefasst hatte und wir Fortschritte machten, standen wir nun vor dem Problem, dass Go sich nur von mir reiten ließ. Als Verkaufspferd ist dies eher kontraproduktiv, weshalb sie schon kurz darauf in meinen Besitz überging.

Durch ihre sehr feinen, schnellen, aber auch nervösen Reaktionen, zeigte sie mir, wie wichtig das einwandfreie Zusammenspiel des ganzen Körpers (Muskeln, Sehnen, Bänder, usw.) ist. Nachdem ich schon durch ein paar Dehnübungen und Massagen, einen großen Unterschied in ihrem Verhalten beobachten konnte, wollte ich unbedingt mehr wissen.

 

Also absolvierte ich 2014 die Weiterbildung zur Pferdephysiotherapeutin am Deutschen Institut für Pferdeostheopathie (DIPO). Nachdem ich mit dem dort erlangten Wissen, den schon länger bestehenden Taktfehler bei Go mit nur einer Erstbehandlung beseitigt habe, möchte ich nun gerne auch anderen Pferden und ihren Besitzern helfen. Denn oft sind Rittigkeitsprobleme und unerklärliche Lahmheiten (-> nach Tierarztuntersuchung, z.B. Röntgen, kein Befund) ein muskuläres Problem, bzw. ein Problem des Zusammenspiels der verschiedenen Körpergewebe.

 

Das Pferd ist nicht als Reittier geboren. Deswegen ist es unsere Pflicht als Besitzer/ Reiter, die uns anvertrauten Tiere in möglichst gesunderhaltender Weise zu trainieren, so dass sie den von uns gestellten Anforderungen gewachsen sind!

 

Ich würde mich freuen, wenn ich Ihnen und Ihrem Vierbeiner dabei helfen könnte, dieses neue Reitgefühl zu erleben.